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Immer am Ball mit Ecclesia med

Wir haben hier für Sie eine Auswahl von Beiträgen zu aktuellen Themen rund um das ambulante Gesundheitswesen zusammengestellt. Hier finden Sie beispielsweise wichtige Infos zu Haftungs- und Versicherungsfragen, bekommen Tipps rund ums Risikomanagement, erfahren Wissenswertes zur aktuellen Rechtslage u. v. m.

 

COVID-19: Niedergelassene Ärzte erleben stark verunsicherte Patienten



Angst und Unsicherheit im Umgang mit der COVID-19-Pandemie sind in der Bevölkerung nach wie vor groß. Das spüren vor allem die als Hausärzte arbeitenden niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte. Welche Konzepte haben sich im Umgang mit der Pandemie bewährt? Welche Fragen sind noch offen? Themen dieser Art umfasste eine Online-Tagung von rund 100 Vertreterinnen und Vertretern des ambulanten Gesundheitswesens, die Ecclesia med gemeinsam mit der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung organisiert hatte.

Moderiert von Nadja Bürger, Geschäftsführerin der Ecclesia med, und Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer der GRB, bot sich so ein Forum für den Austausch von Ideen und Konzepten.  

Dr. Irmgard Landgraf, Vorstandsmitglied des Hausärzteverbands Berlin und Brandenburg und des Aktionsbündnis Patientensicherheit, berichtete über verstärkte Anforderungen an die Hausarztpraxen durch verunsicherte Patientinnen und Patienten sowie die Therapie derjenigen, die an Langzeitfolgen einer COVID-19-Infektion leiden. Dr. Ralf-Dieter Schipmann, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Kardiologie der Klinik Martinusquelle Bad Lippspringe, warb daher für eine enge kommunikative Verzahnung aller Sektoren der Gesundheitsversorgung.

Der Vorsitzende des Verbands operativ tätiger Privatkliniken, Konstantinos Kafritsas, berichtete von positiven Erfahrungen durch eine offensive Kommunikation nach innen und außen über soziale Medien. Dr. Peter Kalbe, der Vizepräsident des Berufsverbands der Deutschen Chirurgen, und Oliver Maehl, Geschäftsführer des Rehabilitationszentrums Reha Süd in Freiburg, brachten Erkenntnisse zum COVID-19-Management in Praxis und ambulantem Reha-Betrieb ein.

„Die Tagung hat praxiserprobte Lösungen für die großen Herausforderungen aufgezeigt, die mit der COVID-19-Pandemie auf den vertragsärztlichen Sektor zugekommen sind“, fasste Nadja Bürger zusammen. „Das haben die insgesamt sehr positiven Rückmeldungen bestätigt.“ (Hier finden Sie die komplette Pressemitteilung). 
 
Am Ende zogen Nadja Bürger und Dr. Peter Gausmann zehn Schlussfolgerungen:

  1. Im Pandemie-Management steht die professionelle Patientenversorgung in der Akutphase an erster Stelle. Insbesondere für den vertragsärztlichen Bereich und die Rehabilitationsmedizin rückt jetzt aber die Behandlung der Post-/Long-COVID-19-Symptome der Patientinnen und Patienten, die die Krankheit durchgemacht haben, in den Mittelpunkt. 
     
  2. Für die weitere Beherrschung der Eindämmung der COVID-19-Infektionen benötigen wir differenzierte, regional und überregional ausgerichtete Pandemiepläne. Der engen Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
     
  3. Die Testkonzepte mit durchgestuften Antigen- und PCR-Analysen müssen ausgebaut werden, wobei eine Isolierung getesteter Patientinnen und Patienten in Holding-Areas bis zum Vorliegen der Ergebnisse nötig ist. 
     
  4. Sowohl für den Schutz der Patientinnen und Patienten sowie für den der Mitarbeitenden sind infrastrukturelle Vorhaltungen wie Masken, Visiere, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel ebenso wie Wegeleitungen, Hinweistafeln etc. notwendig. Diese Methoden müssen regelmäßig evaluiert werden. 
     
  5. Zur Beherrschung der Pandemie sind transsektorale Kommunikations- und Interaktionswege weiter auszubauen (Beispiel: COVID-19-CIRS ‒ https://www.cirs-health-care.de/covid-19-cirs).
     
  6. Den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten fällt die Aufgabe zu, das Gesundheitsbewusstsein und die -kompetenz ihrer Patientinnen und Patienten im Hinblick auf die Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen zu fördern. 
     
  7. Digitale Konsultationsmöglichkeiten mit Patientinnen und Patienten in der häuslichen und pflegerischen Umgebung haben sich in der Krise bewährt und sollten konsequent ausgebaut werden.
     
  8. Im Kontext der Pandemie rückt für Patientinnen und Patienten das Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ ins Bewusstsein. Hierzu sind Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung auch mit Blick auf die Familienstrukturen gefordert.
     
  9. Für medizinische/pflegerische Einrichtungen empfiehlt sich die Entwicklung eines präventiven Medien- und Kommunikationskonzepts, da sie im Kontext der Pandemiebewältigung ad hoc in die Schlagzeilen geraten können. Darauf sollte man vorbereitet sein. 
     
  10. Die Pandemiebewältigung erfordert eine differenzierte Kosten- und Leistungserfassung, die insbesondere nach der Pandemie mit Blick auf Ausgleichszahlungen und Verhandlungen mit Kostenträgern von besonderer Bedeutung sein kann. 

     

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