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Immer am Ball mit Ecclesia med

Wir haben hier für Sie eine Auswahl von Beiträgen zu aktuellen Themen rund um das ambulante Gesundheitswesen zusammengestellt. Hier finden Sie beispielsweise wichtige Infos zu Haftungs- und Versicherungsfragen, bekommen Tipps rund ums Risikomanagement, erfahren Wissenswertes zur aktuellen Rechtslage u. v. m.

 

Prämienanpassungen in der Allgemeinen Haft­pflicht­ver­siche­rung

 Nachdem es in den vergangenen zwei Jahren nicht zu einer bedingungsgemäßen Prämienanpassung in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung (Betriebs-, Berufs-, Privat-Haftpflichtversicherungen usw.) gekommen ist, kann es mit der Hauptfälligkeit ab dem 01.07.2018 eine Prämienanpassung um 10 % geben. Laut den Allgemeinen Bedingungen für die Haftpflichtversicherung (AHB) haben Versicherer die Möglichkeit, die Prämien an die Schadenteuerung anzupassen.

Zu beachten: Von den bedingungsgemäßen zu unterscheiden sind individuelle Prämienanpassungen der Versicherer, die diese auch unabhängig von den AHB einfordern können. Davon betroffen sein können z. B. Ärzte, deren Versicherungsvertrag eine individuelle Prämienanpassungsklausel enthält.

 

AHB: Treuhänder ermittelt jährlich

Wenn sich die durchschnittlichen Schadenzahlungen der Versicherer im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr erhöht oder verringert haben, sehen die AHB eine bedingungsgemäße Prämienanpassung gemäß Treuhänderermittlung vor.

Das Verfahren: Jedes Jahr evaluiert ein unabhängiger Treuhänder, ob sich Änderungen ergeben haben. Der Treuhänder vergleicht dafür die Schadenzahlungen sämtlicher Anbieter der Allgemeinen Haftpflichtversicherung aus dem vergangenen Jahr mit denen aus dem Jahr davor (darunter fallen nicht nur die Versicherungsleistungen selbst, sondern auch Aufwendungen für die Ermittlung des Schadenumfangs oder der -ursache).

Aus der so berechneten Differenz leitet sich der treuhänderisch ermittelte Prozentsatz ab. Bei diesem Wert handelt es sich um die prozentuale Abweichung, abgerundet auf eine durch fünf teilbare Zahl. Der alljährlich veröffentlichte Prozentsatz entscheidet, ob die Prämien sich im darauffolgenden Jahr ändern.

 

Fünf-Prozent-Hürde: darunter keine Anpassung

Erst ab einem Wert von 5 % kann es zu einer bedingungsgemäßen Prämienanpassung kommen. Diese wird dann zur nächsten Hauptfälligkeit wirksam.

Ermittelt der Treuhänder einen Prozentsatz von unter 5 %, bleibt die Prämienhöhe – so in den beiden Vorjahren – zunächst unverändert. Nicht prämienrelevante Werte fallen allerdings nicht einfach unter den Tisch, sondern werden auf die Berechnungen der Folgejahre vorgetragen.

 

Vorträge aus den Vorjahren führen zu einer Prämienanpassung ab dem 01.07.2018

Der unabhängige Treuhänder hat unter Berücksichtigung der Vorträge aus den Ermittlungen in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt eine Erhöhung des Durchschnitts der Schadenzahlungen von 13,6 % festgestellt. Bedingungsgemäß ist daher bei allen Verträgen mit Hauptfälligkeit ab dem 01.07.2018 eine Beitragsangleichung um 10 % möglich.


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